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Elend
| http://www.elend-music.org http://www.myspace.com/elendofficialpage | [Livedates von Elend] [Zu meinen Lieblingsbands hinzufügen] [Zur Fanpage] |
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ELEND wurden Anfang der Neunziger Jahre mit der Absicht ins Leben gerufen, ein "Office de Ténèbres", ein Offizium der Finsternis, zu komponieren. Ein Offizium ist in der römisch-katholischen Liturgie, ursprünglich ein Zyklus dreier Messen, die "Lecons de Ténèbres" genannt werden, und während der letzten drei Kartage vor Ostern aufgeführt wurden. Der dritte Teil des Offiziums ist der finsterste und verzweifeltste. Jedes der ersten drei ELEND Alben war eine dieser Messen und der gesamte Zyklus führte zu einem Abstieg in äußerstes, ungeheures Elend (daher der Bandname). Das erste Album war der Verzweiflung gewidmet, das zweite steht unter dem Zeichen von Wildheit und Gewalt und das dritte unter dem des Todes.
Fünf Jahre nach Abschluss des 3-teiligen Messe-Zyklus, der 1998 mit "The Umbersun" in der Auslotung extremer Finsternis gipfelte, erschien mit "Wind Devouring Men" 2003 ein ELEND Album, welches erstmals die Grenzen des bisherigen Konzeptes sprengt. |
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Textlich basiert "Winds Devouring Men" auf einem französischen Gedicht, welches eine Odyssee (Heimkehr) beschreibt, die persönliche Themen mit Referenzen auf das antike Epos und seine unterschiedlichen literarischen Neubearbeitungen verbindet.
Musikalisch haben sich ELEND weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen: Bombastische Paukenklänge treffen auf industrielle Geräusche und melodische Streicher. Angelehnt sowohl an die Post-Romantik als auch an die Musique Concrète (aus der später Musikstile wie Industrial entstanden), präsentieren ELEND mit "Winds Devouring Men", ein Werk welches unterschiedlichste Stimmungen hervorzurufen vermag. 2004 erschien das Album "Sunwar the Dead". Dieses ist der zweite Teil eines Zyklus von fünf Alben, der mit "Winds Devouring Men" seinen Anfang genommen hat. In textlicher Hinsicht stellt es eine Fortsetzung des langen, epischen Prosagedichtes von "Winds Devouring Men" dar. Im Gegensatz zum langsamen, vergleichsweise ruhigen und intimen "Winds Devouring Men" zeigt sich "Sunwar the Dead" von einer wütenden, dunklen und ungestümen Seite. Die beiden Komponisten haben ihre Begabung für große und dichte Orchestrierungen mit den extremsten Experimenten der E-Musik des 20. Jahrhunderts vermählt, sich also von Techniken beeinflussen lassen, die von K. Penderecki (Sonorismus), K. Stockhausen und I. Xenakis (elektronische E-Musik), P. Henry (Musique Concrète), P. Eötvös (Impressionismus und perkussive Tonwerke) stammen. Auf "Sunwar the Dead" arbeitete das Kerntrio von ELEND zum ersten Mal mit einem kompletten klassischen Ensemble und einem Frauenchor zusammen, wodurch die häufig gelobte Produktion von "Winds Devouring Men" eine Stufe weitergebracht und der Klang des Ensembles in eine neue Dimension der Lebendigkeit, Klarheit, Vielschichtigkeit und Energie geführt wurde. |
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Mit freundlicher Genehmigung von Prophecy Productions
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